Abstract

Wir verstehen unter dem Begriff „Intelligente Transportsysteme – ITS“ ein ganzheitlich ausgerichtetes
System, dass alle verkehrsrelevanten Daten digitalisiert erfasst, diese auf ein oder mehrere Ziele verarbeitet, um dann entsprechend
multimodal steuernd wirken zu können.

Smart Mobility

Im Laufe der letzten Jahre hat sich für ITS auch das Synonym „Smart Mobility“ etabliert um gerade die ganzheitliche Sichtweise auf dieses Thema verstärkt herauszustreichen.

Beispielhaft typische Aufgaben eines ITS:

  • Digitalisierung verkehrsrelevanter Daten
    ◦ Verkehrsdaten
    ◦ Umfelddaten (Wetter, …)
    ◦ Tracking Verkehrsteilnehmer
    ◦ Bereitstellung multimodaler Verkehrsdatenplattform
  • Datenanalytik
    ◦ Analyse der Daten
    ◦ Erstellung bzw. Training von Modellen (KI)
  • Aktive Steuerung der Verkehrsströme
    ◦ Aktive Verkehrslenkung (VBA)
    ◦ Multimodale Routenlenkung (z.B. Straße – Schiene – Schiff)
    ◦ Echtzeitkommunikation zu Verkehrsteilnehmern (z.B Car2Infrastructure)
    ◦ Datenplattform Autonomes Fahren
  • Simulation
    ◦ Synthetische Daten
    ◦ Historische Daten

Kooperative Optimierung

Aufgrund des weltweit enorm steigenden Verkehrsaufkommens gibt es hohen Bedarf an Systemen, die kooperativ die Optimierung von teilweise konkurrierenden Zielen zur Aufgabe haben:

  • Verkehrsoptimierung
  • Dekarbonisierung
  • Autonomes Fahren
  • Elektromobilität/Lademanagement
  • Automatisierte Umsetzung länderübergreifender Traffic Management Pläne
  • Einführung kooperativer Systeme
  • Übergreifende verkehrliche Maßnahmen auf hochrangigem und niederrangigem Straßennetz

Weiterführende Informationen:

Definition ITS:
https://en.wikipedia.org/wiki/Intelligent_transportation_system

Referenzprojekte

evon GmbH

Andreas Leitner

Projektauftrag

Die Dürr Austria, im Auftrag der Bilfinger AG, setzt bei der Realisierung der Leittechnik und Steuerung für die Einhausung und das Freifeld Köln-Lövenich auf evon XAMControl.

Vorgehen bei der Umsetzung

Die einfache Schnittstellenintegration, die Systemoffenheit zur Gestaltung der Visualisierung und die einheitliche zentrale Programmierung und Verwaltung der gesamten Leittechnik waren wesentliche Faktoren für die Entscheidung für XAMControl. Auf Grund der hohen Qualitätsansprüche der Straßen in Nordrhein-Westfalen wurde das Projekt anhand des V-Modells abgewickelt. Eine Faszination des Tunnels stellt auch die Glasüberdachung dar.

Aufgabe der ITCS Firma

Die Einhausung befindet sich auf der A1 Nähe Köln und erstreckt sich dort auf einer Länge von ca. 1500m. Die gesamte Verkehrssteuerung für das Freifeld (ca. 10 km) und den Verkehrsknoten A4 wird mittels XAMControl gesteuert und überwacht. Durch 3 redundante SPS Stationen und einer redundanten Leittechnik Servereinheit wird dem Thema Hochverfügbarkeit Rechnung getragen. Über dieses System werden sämtliche Gewerke von Verkehr über Beleuchtung, Video, Notruf und Brand geregelt, visualisiert und überwacht.

Kundennutzen

XAMControl ermöglicht den Operatoren eine einfache und übersichtliche Überwachung des gesamten Straßenabschnitts

evon GmbH

Andreas Leitner

Projektauftrag

Neben der Erstellung eines Leitsystems für den Himmelreichtunnel wurde gleichzeitig die Überwachungszentrale Süd in Hausmannstätten ausgestattet.

Vorgehen bei der Umsetzung

Beim Himmelreichtunnel wurden 4 redundante SPS Stationen verbaut, wobei sich 3 SPS direkt vor Ort befinden.
In der Überwachungszentrale Süd sorgt ein redundantes Serverpaar zur Verarbeitung der 25.000 Datenpunkte. Gleichzeitig ermöglicht XAMControl die Anbindung und Steuerung der Videowall. In dieser werden sowohl Videos als auch die gewünschten Prozessbilder angezeigt.

Aufgabe der ITCS Firma

Konfiguration der Visualisierung und Einbindung von Verkehrstunnel in der Steiermark in die Überwachungszentrale Süd.

Kundennutzen

Ein Highlight dieses Projektes ist ein völlig neu gedachtes Bedienkonzept. Sämtliche Anlagen werden über Multi-Touch fähige Bedienstationen mit jeweils 4 Monitoren bedient. Diese innovative Lösung bietet dem Anwender völlig neue Möglichkeiten der Interaktion. Diese Bedienstationen sind zusätzlich redundant in HotStandby Technologie aufgebaut, was eine größtmögliche Anlagenverfügbarkeitsicherstellt.

evon GmbH

Andreas Leitner

Projektauftrag

Am 5. Dezember 2012 wurde der Tunnel SHEIKH ZAYED in Abu Dhabi eröffnet. Der Tunnel stellt den letzten Abschnitt eines gigantischen Straßenprojekts im Herzen von Abu Dhabi dar. Das 2007 begonnene Gesamtprojekt hat ein Volumen von über 1 Mrd. Euro und umfasst das modernste Tunnelsystem im Mittleren Osten

Vorgehen bei der Umsetzung

Als absolute Neuigkeit wurde erstmals das Verkehrssicherheitssystem ITSControl – eine modellbasierte, dynamische Verkehrsbeeinflussung – eingesetzt. Diese koordiniert vollautomatisch alle im Tunnel vorhandenen Einrichtungen (Geschwindigkeitsvorgaben, Spurinformationen, Verkehrsampeln, Informationsschilder) auf Basis der detektierten Ereignisse (Unfälle, Stau, Feuer, Fußgänger,…) für die
im Tunnel befindlichen Fahrzeuglenker.

Aufgabe der ITCS Firma

Als Softwareplattform wurde im SHEIKH ZAYED Tunnel XAMControl gewählt, um die umfassenden Anforderungen im Bereich Sicherheits- und Videotechnik in einem System vereinbaren zu können.

Kundennutzen

  • 2 übergeordnete Leitwarten
  • Redundante Serverstation
  • Regelbasierendes Traffic Control System unterteilt in mehr als 300 Ereigniszonen
  • 12 Multimonitor Bedienstationen
  • 3 Videowalls

Dieses Gesamtsystem ermöglicht schnelle und übersichtliche Überwachung über den Tunnel.

Weiterführende Informationen:

SHEIKH ZAYED TUNNEL – evon (evon-automation.com)

DCCS GmbH

Christian Krenn

Projektauftrag

Ein deutscher OEM bringt das erste voll-elektrische Fahrzeug auf den Markt. Rund um das neue Elektrofahrzeug werden zusätzliche Moblitäts-Services angeboten, die den Wandel des Unternehmens vom reinen Hersteller zum Smart Mobility Service-Anbieter begleiten.

Zielsetzung ist es dem weltweiten Support unseres Kunden ein Tool zur Verfügung zu stellen, mit dem einem Unterstützung suchenden Smart-Mobility Service-Nutzer, rasch und professionell geholfen werden kann.

Der Supportmitarbeiter bekommt bereits zum Zeitpunkt des Anrufs in Echtzeit Informationen des Nutzers sowie Lösungsvorschläge über das Tool bereitgestellt. Dazu werden Daten von mehr als 10 Backendsystemen (u.a. Fahrzeuginformationen, Abonnierte Services und Verträge, Dienstspezifische IoT Daten etc.) abgerufen, verknüpft und dargestellt. Zudem erhält der Supportmitarbeiter eine Analyse der digital Footprints zu den lizenzierten Services des Nutzers und kann so Prozessfortschritte der lizensierten Mobilitäts-Services einsehen und somit das Problem des Anrufers punktgenau lokalisieren.

Durch vom Tool vorgeschlagene Handlungsanweisungen kann der Supportmitarbeiter den Anrufer durch die Problemlösung leiten oder über das Tool z.B. remote auf Ladehardware zugreifen oder bei komplexeren Themen auch eine Videokonferenz einleiten.

Aufgabe der ITCS Firma

  • Anforderungsanalysen
  • UX und UI Konzeption
  • Umsetzung und Integration
  • Daten Analytics und KI für Digital Footprints

Vorgehen bei der Umsetzung

  • Agile Softwareentwicklung (SCRUM / SAFE)
  • Beratung, Umsetzung, Integration

Kundennutzen

  • Optimierte Customer Journey im Premium-Support für Fahrzeug und Smart Mobility Kunden
  • Weltweit einheitliches Support-Tool
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit

evon GmbH

Andreas Leitner

Projektauftrag

Errichtung eines Tunnelüberwachungssystem für alle Tunnel der Region Flandern.

Vorgehen bei der Umsetzung

Der Auftraggeber für die Errichtung des Leitsystems und dessen Betreiber ist die Abteilung in der flämischen Regierung „Agentschap Wegen en Verkeer“. Ein neuer Umsetzungspartner, mit dem wir das Projekt sehr konstruktiv und lösungsorientiert umsetzen konnten. Die Highlights dieses Systems sind eine vollintegrierte Workflow Engine zur geführten Abarbeitung aller verkehrlichen und technischen Abweichungen, das sogenannte Szenario Management, die erstmalige Verwendung von ThinClient Technology den Benutzern im ganzen Land einen Zugriff auf die Bedienoberfläche erlaubt und ein eigenes Trainingssystem zur Qualifizierung von Mitarbeitern.

Aufgabe der ITCS Firma

Die neuen Rahmenbedingungen für das transeuropäische Straßennetz (TERN) erforderten die Neuerrichtung einer leistungsstarken Überwachungszentrale für die Region Flandern. Im Endausbau wird damit die zentrale Überwachung aller Tunnelanlagen der Region ermöglicht. Das neue Leitsystem im Vlaams Tunnel en Controlecentrum in Antwerpen, welches im Basisausbau 2016 mit XAMControl realisiert wurde, wird dann mit rund 150.000 externen Datenpunkten einer der größten Überwachungsleitstände mit XAMControl sein.

Kundennutzen

Seit der Abnahme im November 2016 integriert unser Partner Tein Technology sukzessive alle Tunnelanlagen in der belgischen Region Flandern mit XAMControl. Ergänzend zur Vollübernahme der Tunnelüberwachungen sind weitere Vernetzungen mit anderen zentralen Systemen vorgesehen. Die ambitionierte Integration der Videomanagementzentrale, die ebenfalls von unserem Partner Tein Technology errichtet wurde, konnte bereits erfolgreich umgesetzt werden. Gleichzeitig wird es ermöglicht bis zu 27 Bedienplätze über das Internet zu bedienen.

Weiterführende Informationen:

https://evon-automation.com/Success%20Stories/tunnelbeheersysteem-vlaamse-tunnels/

evon GmbH

Andreas Leitner

Projektauftrag

Errichtung des neuen Kernsystems für das Verkehrsmanagement des hochrangigen Straßenverkehrsnetzes in Österreich (VMIS 2.0).

Aufgabe der ITCS Firma

Hauptaufgabe ist gemeinsam mit den Partnern Heusch/Boesefeldt und EBP die Entwicklung und das Rollout eines neuen Verkehrsmanagementsystems für ganz Österreich.

Ein wichtiger Aspekt bei der Ablösung des Bestandssystems ist es, die nahtlose und möglichst unterbrechungsfreie Migration auf die neuen Systeme im Sinne einer ungestörten Betriebsführung sicherzustellen. Das betrifft insbesondere die durchgehend einwandfreie Funktion und unterbrechungsfreie Steuerung der straßenseitigen Einrichtungen als auch die Sicherstellung der verkehrstechnischen Grundversorgung des Systems (Konfiguration, Parametrierung).

Neben Entwicklung, Inbetriebnahme und Migration sind auch Betrieb und Weiterentwicklung des verkehrstechnischen Kernsystems und der Operator- GUI Gegenstand des Auftrags. Dies umfasst sowohl die laufende Instandhaltung und Wartung als auch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems VMIS 2.0.

Vorgehen bei der Umsetzung

Für die Umsetzung wird auf ein agiles Projektmanagement gesetzt. In Kombination wird das V-Modell für Dokumentation und Abnahme eingesetzt.

Dadurch können funktionale und technische Adjustierungen schnell umgesetzt werden. Zentraler Gegenstand des Auftrags VMIS 2.0 sind die Entwicklung, die Inbetriebnahme, die Migration, der Betrieb und die Weiterentwicklung des verkehrstechnischen Kernsystems und der einheitlichen Bedienoberfläche für alle Verkehrsmanagementzentralen der ASFINAG („Operator-GUI“).

Die neue Operator-GUI soll eine einheitliche und moderne Bedienoberfläche für die Operatoren aller, für das Verkehrsmanagement wichtiger, technischer Einrichtungen der ASFINAG bieten. Dies umfasst neben der Bedienung der bestehenden verkehrstechnischen Einrichtungen im Freiland auch die Bedienung der Einrichtungen in den Tunnels sowie eine Vielzahl von weiteren Systemen im Umfeld des Verkehrsmanagements (z.B. Notruf, Ereignismanagement, Video).

Die geplante Nutzungsdauer von VMIS 2.0 ist auf 17 Jahre ausgelegt.

Kundennutzen

Dem Betreiber der Österreichischen Autobahn wird erstmals ein einheitliches System geboten, das ihn bei allen Aufgaben der Betriebsführung unterstützt. Dabei werden viele manuelle Arbeitsschritte durch automatische oder semiautomatische Prozesse im System abgelöst, wodurch die Prozesssicherheit massiv gesteigert und damit einerseits die Verkehrssicherheit erhöht und andererseits der Durchsatz am Straßennetz weiter optimiert wird. Künftige kooperative Systeme, bis hin zu selbstfahrenden Autos werden durch moderne Schnittstellen in VMIS2 bereits erwartet.

evon GmbH

Andreas Leitner

Projektauftrag

Errichtung eines Leitsystems für die ASFiNAG Region Kärnten.

Vorgehen bei der Umsetzung

Die absoluten Highlights der neuen ZWK sind die vollständige Integration des Verkehrsmanagementsystems der ASFiNAG (VBA), ein neuartiges Konzept der Videobildwandsteuerung und die vollständige Virtualisierung des Leitsystems, basierend auf einer modernen Clusterlösung.

Die Maximierung des Betreibernutzens war im ganzen Projekt die oberste Prämisse. Alle Designmerkmale der grafischen Oberflächen (GUI) wurden mit allen Projektbeteiligten und insbesondere den Operatoren der Warte in Workshops abgestimmt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und beinhaltet mit der Vollintegration des Verkehrsmanagementsystems erstmals alle wichtigen Anlagenbedienungen in einer Oberfläche, weiters wurden intuitive Video-, Alarm- und Verkehrsmanagementtools geschaffen und stehen den Operatoren bei ihrer täglichen und verantwortungsvollen Arbeit zur Verfügung.

Aufgabe der ITCS Firma

Durch laufende Sanierung von Tunnelanlagen ist es auch immer wieder notwendig, diese an die zuständige Überwachungszentrale anzubinden. Aufgrund der umfangreichen Tunnelsanierungsmaßnahmen im Bundesland Kärnten wurde die Errichtung eines neuen, leistungsstarken Leitsystems erforderlich, das die neuen Anforderungen aus modernen Tunnelanlagen vollständig unterstützt. Das neue Leitsystem in der Zentralwarte Kärnten, welches im Jahr 2015 erfolgreich und ohne Betriebsunterbrechungen mit XAMControl realisiert wurde, wird im Endausbau mit rund 300.000 externen Datenpunkten einer der größten Überwachungsleitstände in Österreich sein.

Kundenutzen

Den Operatoren wird eine schnelle Übersicht der Tunnelsysteme und Anlagen in Kärnten ermöglicht. Dies wird durch eine 16 Cube Videowall und 5 Bedienplätzen mit bis zu 16 Monitoren ermöglicht. Bis jetzt sind 52 Tunnel und Anlagen in die Überwachungszentrale integriert.

Weiterführende Informationen:

Zentralwarte Kärnten – evon (evon-automation.com)

Awards und Konferenzen